Grand Débat – Ja zum Rentenalter 65 für Frauen und Männer

Grand Débat – Ja zum Rentenalter 65 für Frauen und Männer

Für die AHV Reform debattierte ich an an der Grand Débat der Universität Fribourg – meiner Alma Mater. Ich bin für die Gleichstellung von Frau und Mann – auch beim Rentenalter. Primär geht es mir um die Stabilisierung der Rente.

In einem Punkt sind sich alle einig: Die Schweiz braucht eine Reform der Altersvorsorge. Über die Lösung wird seit Jahren gestritten. Währenddessen leert sich der AHV Fonds immer mehr.

Die Herausforderungen der Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) kommt aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung wie die höhere Lebenserwartung und der Geburtenrückgang sowie aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage unter Druck. Gleichzeitig hat sich die Gesellschaft verändert und wir stehen vor Herausforderungen wie dem Wunsch nach Flexibilisierung der Arbeitszeit und der Tatsache, dass viele Personen Vorsorgelücken haben.

Die Vorlage zur AHV 21 Reform ist ein erster Schritt, um die Reform-Blockade in der Altersvorsorge zu durchbrechen. Die kurzfristige Sicherung der AHV ist für zukünftige Reformen zentral. Seit Jahren werden Reformvorschläge aus ideologischen Gründen von den Linken und Rechten blockiert. Ein Scheitern geht auf Kosten der nächsten Generationen. Der Generationenvertrag darf nicht an Ideologien scheitern. Auch kommende Generationen sollen noch von diesem Sozialsystem profitieren können,

Wir Mitte Frauen sehen unseren Beitrag darin, das Rentenalter der Frau demjenigen des Mannes gleich zu stellen. Wir sind bereit und sagen JA zum Rentenalter 65 für Frauen und Männer. Es wurden Übergangsbestimmungen für betroffene Frauen verabschiedet, die fair sind und den sozialen Ausgleich unterstützen. Diese Änderungen im AHV-Gesetz finden wir wichtig, weil dies ein Weg zur Gleichstellung und zur Finanzierung der AHV für die Zukunft ist. Generationenübergreifend stehen wir hinter diesem Entscheid der Mehrheit des Parlamentes. Der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4% unterstützen wir, weil damit eine gerechte Zusatzfinanzierung über alle Generationen gewährleistet wird.

Mit der Gleichsetzung des Rentenalters von Frau und Mann nehmen wir der Gesellschaft ein falsches Alibi weg. Wenn Frauen und Männer gleich lang arbeiten, gibt es keine Ausrede mehr, die Gleichstellung von Frauen in der Erwerbstätigkeit zu verbessern. Wir halten an unseren Forderungen fest: Lohngleichheit für Frau und Mann, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wir fordern eine Reform der beruflichen Vorsorge (BVG) mit wesentlichen Verbesserungen für Teilzeit-Erwerbstätige und Mehrfachbeschäftigte.

Gemeinsam stehen die Vereinigungen der Die Mitte (Die Junge Mitte Schweiz, Die Mitte Frauen Schweiz, Die Mitte 60+) hinter diesem Gesetz und bekämpfen das Referendum.

Impressionen der Grand Débat an der Universität Fribourg
Das Pro- Lager für die AHV Reform (v.l.n.r..): Ich, Nicolas Jutzet und Michèle Mottu Stella
Das Publikum folgte gespannt der Debatte